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Schnittlauch düngen » Richtige Düngung für besseres Wachstum

Schnittlauch düngen
Schnittlauch ist besonders beliebt in der Küche und bereichert die Geschmacksvielfalt. Doch nicht immer wächst er so wie wir es uns vorstellen. Meist liegt es an einer Nährstoffunterversorgung, welche für ein mageres Wachstum bzw. schlappe Blätter verantwortlich ist. Da ist die Frage nahe, wie man Schnittlauch düngen kann.

Wir gehen auf alle Möglichkeiten ein, wie man seinen Kräutern neue Vitalität verpassen kann und welche Dünger für Schnittlauch am besten geeignet sind.

Warum muss man seinen Schnittlauch düngen?

Schnittlauch gehört zu den starkzehrenden Kräutern und benötigt entsprechend viele Nährstoffe. Sind nicht genügend Stickstoff, Kalium, Phosphat usw. da, nimmt das Wachstum ab. Bereits ausgewachsene Blatthalme hängen herunter und werden schlapp.

Um diese Mangelerscheinungen zu vermeiden muss man Schnittlauch gießen und regelmäßig düngen.

 

Schnittlauch düngen: Diese Dünger versorgen die Kräuter mit Nährstoffen

Flüssig-Kräuterdünger: Beste Wahl für Schnittlauch im Topf

Flüssiger Kräuterdünger wird dem Gießwasser beigemischt. Die Anwendung erfolgt in der Regel 1 bis 2 Mal in der Woche. In den Wintermonaten kann man bei Bedarf einmal im Monat düngen. Besonders bei der Kultivierung im Topf hat sich der Einsatz von Flüssigdüngern bewährt.

Die Vorteile bei der Kultivierung im Topf überwiegen: Im Topf ist wenig Platz für zusätzliche grobe Materialien, wie bspw. Komposterde. Den Schnittlauch gießen muss man ohnehin.

Auch die Bodenaktivität ist im Freiland wesentlich besser als im Topf. Andere organische Materialien werden langsamer zersetzt und im Zweifel lässt eine ordentliche Versorgung mit Nährstoffen auf sich warten.

Der letzte Vorteil hat mit dem pH-Wert zu tun. Schnittlauch wächst am liebsten auf leicht sauren bis basischen Boden. Konkret ist ein Wert zwischen 6,5 und 7 anzustreben. Diesen verändern flüssige Kräuterdünger nicht. Nutzt man hingegen Haushaltmittel wie bspw. Kaffeesatz zum Düngen, kann der pH-Wert zu stark abfallen.

Im schlimmsten Fall befinden sich dann zwar genügend Nährstoffe in der Erde, aber der Schnittlauch geht dennoch ein.

 

Organische Langzeitdünger wird nur einmal angewendet

Wer seltener zum Dünger greifen möchte, sollte bei Schnittlauch auf einen Langzeitdünger setzen. Der organische Dünger wird über längere Zeit zersetzt und in Nährstoffe umgewandelt. Die Pellets werden einmal pro Saison oberflächlich in die Erde des Schnittlauchs eingearbeitet.

Hat man den Schnittlauch frisch in vorgedüngter Erde eingepflanzt, muss man warten bis man den Schnittlauch düngen kann. Etwa 4 Wochen Wartezeit sorgen dafür, dass der Schnittlauch nicht überdüngt wird.

Eine Empfehlung kann ich für diesen Universaldünger mit Schafwolle* aussprechen. Er ist organisch und kann auch für andere Kräuter, Gemüse oder Obst verwendet werden. So muss man nicht direkt mehrere unterschiedliche Dünger kaufen.

 

Hornspäne im Frühjahr auf die Erde geben

Hornspäne sind besonders stickstoffhaltig und sorgen für ein gutes Wachstum. Man arbeitet etwa 10 Gramm Hornspäne in die obere Schicht der Erde ein. Danach wässert man den Schnittlauch. Dabei vermeidet man stehendes Wasser.

Auch Hornspäne können im Garten vielseitig verwendet werden. Besonders stickstoffliebende Pflanzen können so zu schnellerem Wachstum gelangen. Wer einen Rasen pflegt und mit Klee zu kämpfen hat, kann zudem bei der Düngung des Rasens auf Hornspäne setzen. Der Stickstoff fördert die Gräser, während weniger Phosphat enthalten ist, der den Klee fördern würde.

 

Kann man auch mineralischen Dünger für Schnittlauch verwenden?

Wer seinen Schnittlauch düngen will, sollte auf mineralische Dünger verzichten. Die chemisch hergestellten Nährstoffe können zwar das Wachstum fördern, dennoch sind sie für direkt verzehrbare Kräuter ungeeignet.

Sinnvoller ist es da auf bereits genannte organische Alternativen zurückzugreifen. So muss man sich keine Sorgen machen, wenn man Schnittlauch auch roh im Salat oder auf dem Brot verspeist.

 

Effektive Hausmittel, um Schnittlauch zu düngen

Mit Kaffeesatz Schnittlauch düngen

Kaffeesatz hat genügend Stickstoff, Phosphor und Kalium. Das sind auch die üblichen Bestandteile eines gekauften Düngers. Er kann einmal pro Saison zur Düngung verwendet werden. Düngt man öfter, läuft man Gefahr, dass die Erde zu sauer wird und der Schnittlauch eingeht.

Schnittlauch bevorzugt einen vergleichsweise hohen pH-Wert zwischen 6,5 und 7. Ist dieser unterschritten, fällt es den Wurzeln schwer neue Nährstoffe aufzunehmen.

Wer regelmäßig mit Leitungswasser gießt, muss sich aber keine Sorgen machen: Der Kalk im Leitungswasser erhöht nach einer Kaffeedüngung den pH-Wert der Erde erneut auf ein gesundes Niveau. Als Alternative zur erneuten Erhöhung des pH-Wertes ist den Schnittlauch mit Eierschalen zu düngen…

 

Eierschalen als Dünger in Wasser auflösen

Um Schnittlauch mit Eierschalen zu düngen, benötigt man getrocknete Eierschalen. Diese legt man zerkleinert und gewaschen auf einem Küchenpapier aus und trocknet sie. Danach kann man die Schalen entweder fein zermahlen und als Pulver anwenden oder gröber in einer Gießkanne auflösen.

Auf einen Liter Wasser nutzt man die Schalen von drei Eiern. Diese löst man etwa 2 Tage lang in dem Wasser auf. Für Schnittlauch ist es üblich Regenwasser, statt Leitungswasser zu verwenden, um den pH-Wert der Erde nicht zu stark anzuheben. Wer zuvor mit Kaffeesatz gedüngt hat, wird den sauren Boden mit einer Eierdüngung neutralisieren.

 

Mit Komposterde Schnittlauch düngen

Eine Schicht Komposterde enthält alle notwendigen Nährstoffe für ein gesundes Wachstum. Die Komposterde arbeitet man in die obere Erdschicht des Schnittlauchs ein. Am besten kann man dies im Frühjahr tun, wenn man den Schnittlauch ohnehin umtopft oder durchtrennt.

Wer keinen Komposter hat, kann auch gekaufte Komposterde* nutzen. Diese wird professionell hergestellt und man läuft weniger Gefahr Keime in der Erde zu verteilen.

 

Stallmist aus der Nachbarschaft nutzen

Wenn man Schnittlauch im Freiland düngt, kann man auch Stallmist verwenden. Klassisch wird hier auf Rinderdung oder Pferdeäpfel zurückgegriffen. Auch das im Garten angebaute Gemüse und Obst kann von dem organischen Dünger profitieren. Hühner- oder Taubenmist hingegen enthalten zu viel Stickstoff.

Baut man Schnittlauch im Topf an, ist Stallmist sicherlich die letzte Wahl. Der Topf ist in der Regel bereits zu voll und die Mikroorganismen benötigen zu lange, um den Mist in zugängliche Nährstoffe zu verwandeln.

 

Wie oft muss man Schnittlauch düngen?

Mit organischen Hausmitteln düngt man Schnittlauch etwa alle 4 Wochen. Flüssigdünger hingegen wird in Wachstumsphasen wöchentlich angewendet. Mit organischem Langzeitdünger muss Schnittlauch nur einmal pro Jahr gedüngt werden. Spätestens, wenn die Blatthalme langsam und schwach wachsen, sollte man den Schnittlauch düngen.

Eine pauschale Universalaussage wie oft man seinen Schnittlauch düngen sollte, ist also nicht möglich. Wer einmal im Monat sich jedoch Gedanken über die Nährstoffzufuhr macht, dürfte auf der sicheren Seite sein. Besonders Mangelerscheinungen muss man jedoch frühzeitig erkennen.

 

Gekaufter Schnittlauch muss unbedingt in einen größeren Topf

Gekaufter Schnittlauch aus dem Supermarkt wird meist nur mit einem zu kleinen Topf verkauft. Und auch die Erde beinhaltet zu wenig Nährstoffe für ein nachhaltiges Wachstum. Man topft den Schnittlauch in einen größeren Kübel mit wesentlich mehr Erde um.

Verwendet man keine vorgedüngte Erde, mischt man idealerweise auch noch Komposterde unter. Der häufigste Grund, wenn Schnittlauch eingeht, ist der mangelnde Platz und die zu starke Konkurrenz um die wenigen Nährstoffe.

Wer die Pflanze früh genug umtopft, ist meist schon auf der sicheren Seite.

 

Sollte man Schnittlauch auch im Winter düngen?

Im Winter muss Schnittlauch nicht zwingend gedüngt werden. Die oberirdischen Halme ziehen sich zurück und die Kräuter leben nur unterirdisch weiter. Wer jedoch ein wenig Flüssigdünger übrig hat, kann bis zu einmal im Monat nachhelfen.

 

Konkurrenz um Nährstoffe meiden & Schnittlauch alle 3 Jahre teilen

Neben dem Düngen von Schnittlauch gibt es auch noch eine weitere wichtige Maßnahme, die das Wachstum der Kräuter fördert. Alle 3 Jahre gräbt man den Schnittlauch aus und trennt die Pflanze vertikal durch.

Die durchtrennten Schnittlauchpflanzen werden in getrennte Töpfe eingesetzt. Das fördert die Bildung von neuen jungen Pflanzen. Außerdem ist die Konkurrenz um Wasser, Licht und Nährstoffe nicht mehr so groß. Erfahrungsgemäß kann man deswegen mit dickeren und vitaleren Halmen rechnen.

 

Fazit: Wer einmal im Monat nach der Gesundheit schaut, ist auf der sicheren Seite

Schnittlauch ist problemlos, wenn er sich einmal an den Standort gewöhnt hat. Wer auf der sicheren Seite sein will, wird einmal im Monat ein wenig mit Nährstoffen nachhelfen. Keinesfalls ist jedoch mineralischer Dünger zu verwenden. Bei Kaffee muss man ebenfalls vorsichtig sein, da die Erde ansonsten zu sauer werden kann.

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